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AG Gesundheit

Wir wollen unser Gesundheitssystem auf andere Füße stellen.

Woran „krankt“ unser Gesundheitssystem? Haben wir nicht eine hoch entwickelte Wissenschaft, die die Ursachen aller möglichen Krankheiten und Beschwerden untersucht und ständig neue Therapien, Medikamente und Maschinen entwickelt, um die Menschen wieder gesund zu machen?

Ja, die haben wir. Aber unser Gesundheitssystem ist ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor geworden. Er ist zurzeit (neben der EDV) der Bereich mit den höchsten Zuwachsraten und den höchsten Profiten. Wie überall in der Wirtschaft scheint es nun auch im Gesundheitssystem um Kostensenkung und Profitmaximierung, um Konkurrenzfähigkeit und Wachstum, um neue Produkte und Märkte, um Kundenbindung usw. zu gehen.

Ein gesunder Mensch braucht jedoch keinen Arzt, auch braucht er keine Medizin. Das bedeutet: Gesundheit ist wirtschaftlich nicht sinnvoll, mit Krankheit kann man viel mehr verdienen! Das soll nicht heißen, dass Ärzte und Apotheker nur am Profit interessiert sind. Aber ein Arzt oder Apotheker, der in der Wirtschaft tätig ist, muss auch wirtschaftlich denken und handeln. Er muss verschreiben, was die Krankenkassen bezahlen – unabhängig davon, ob es dem Patienten hilft oder nicht. Die gesetzlichen Krankenkassen aber bezahlen das, was gesetzlich geregelt wurde, worauf die Pharmaindustrie wiederum einen maßgeblichen Einfluss hat.

All das funktioniert umso besser, je weniger die Menschen über ein fundiertes Wissen über ihren eigenen Körper verfügen. „Wenn es mir schlecht geht, muss ich zum Arzt – ich habe ja selber keine Ahnung, was mit mir nicht stimmt.“ Damit besteht die Gefahr, dass man die Verantwortung abgibt an die Experten. Die werden schon wissen, was mir gut tut.

Nun wollen wir gewiss nicht behaupten, dass Gesundheit ganz einfach sei und alle Experten überflüssig seien. Nein, solides Wissen ist wichtig, medizinische Forschung ist sinnvoll – aber das Medizinwesen sollte nicht von den Interessen der Pharmaindustrie bestimmt sein: Um die gesamte Palette medizinischer Möglichkeiten ausschöpfen zu können, sollten verschiedene Ansätze zugelassen werden — neben synthetischen gehören hierzu auch pflanzliche Medikamente; neben physischen Operationen wünschen wir uns auch die Anerkennung spiritueller Methoden wie beispielsweise die Geistheilung.

Vor allem fordern wir die Akzeptanz dessen, was längst eindeutig bewiesen ist: Der Glaube der Betroffenen – sowohl der Ärzte wie auch der Patienten – ist ebenso wichtig wie die Medikamente oder Operationen, die eingesetzt werden.

Was sind also unsere Forderungen?

  1. Freie Wahl der Therapie für jeden Menschen. Jeder darf selber bestimmen, welcher Methode, welchem Therapeuten, Heiler oder Arzt er vertraut.
  2. Die Krankenkassen bestimmen selbst, welche Leistungen sie bezahlen. Sie werden von den Versicherten gesteuert, nicht von wirtschaftlichen Interessen.
  3. Ausbau eines Gesundheitssystems, das im Sinne der Salutogenese dem Erhalt der Gesundheit Vorrang gibt vor der Behandlung von Krankheiten. Dazu gehört auch eine flächendeckende frühzeitige Aufklärung über Grundlagen der Gesundheit und darüber, was jeder selbst tun kann, um gesund zu bleiben.
  4. Gesundheitsbildung als Schulfach. Voraussetzung hierfür ist, dass die Inhalte nicht von wirtschaftlichen Interessen beeinflusst werden.

Kurz: Jeder sollte verstehen, dass er/sie für die eigene Gesundheit selbst verantwortlich ist, sollte sich entsprechend verantwortungsvoll verhalten und dabei unterstützt werden. Krankheit ist kein Zufall, kein notwendiges Übel (auch im Alter nicht!), und ist viel weniger genetisch bedingt als gemeinhin angenommen wird.

Wie muss ein Gesundheitssystem aussehen, damit die Menschen gar nicht erst krank werden? Wir wollen dazu ein ideales Gesundheitshaus entwerfen und laden alle Interessierten ein, sich mit ihren Ideen und Erfahrungen zu beteiligen.

Die in diesem Text beschriebenen Meinungen und Forderungen bilden einen Teil einer thematischen Diskussion ab. Sie stellen nicht die offizielle Haltung des Landesverbands oder der Gesamtpartei dar. Sachliche Kritik und Gegenmeinungen werden an dieser Stelle gern veröffentlicht.